Fütterung
Eines, wenn nicht das sensibelste Thema in der Python Regius Haltung.
Hier sollen im folgenden keine Patentrezepte aufgeführt werden,
sondern Erfahrungswerte, die sich im Laufe der Jahre bei mir bewährt haben und die nicht allzu anders bei den meißten anderen erfolgreichen Python Regius Züchtern ablaufen.
Jungen Schlangen sollte mind. 1Mal pro Woche ein oder mehrere (max 3) der größe entsprechende Futtertiere angeboten werden.
Als allg. Formel gilt:
Der Thoraxumfang des Futtertiers sollte nicht viel größer als der der Schlange sein.
Die Futtermenge muss individuell festgelegt werden.
Manche Schlangen fressen nicht mehr als ein Futtertier, manche würden eines nach dem anderen verschlingen.
Mehr als drei Futtertiere empfiehlt es sich jedoch nicht anzubieten.
Bei erwachsenen Böcken ist eine Futtergabe alle 14 Tage ausreichend.
Weibchen können weiterhin 1 Mal pro Woche fressen.
Futterpausen sind Grundsätzlich nichts außergewöhnliches.
Zum Beispiel während Häutungsphasen/Paarungszeit kommen Futterverweigerungen häufig vor und sind auch mit Gelassenheit (die nicht immer vorhanden ist) aufzunehmen.
Bei längeren und v.a. unbegründeten Futterverweigerung sollte unbedingt:
auf das Gewicht geachtet werden (große Gewichtabnahmen sind besorgniserregend und es sollte gehandelt werden),
die Haltungsbedingungen kontrolliert werden (am besten von einem außenstehenden
Sachkundigen)
„Stopfen“ und „ins Maul legen“ sind nur absolute Notmaßnahmen, die von einem
Profi gemacht werden sollten.
Als alternative Zwangsfütterung besteht auch die möglichkeit der ernährung über
eine Sonde, die aber nur von einem erfahrenen Tierarzt oder erfahrnenen Halter
durchgeführt werden kann.
Wir stehen bei Futterproblemen gern mit Rat und Tat zur Seite!
Als Futtertiere können Dienen:
- Mäuse (für junge Schlangen, Springer (kleine Mäuse) für „Schlangenbabys“ – max 3!)
- Ratten (beste Nährstofflieferanten – max 2 pro Fütterung)
- Meerschweinchen ( nur für adulte Pracht exemplare über 3 kg – Nachteil: zu teuer)
- Küken ( nicht zu empfehlen, da keine ideale Nährstoffversorgung)
Grundsatz: Lebende Futtertiere NIE länger als 20 Minuten im Terra lassen, sonst besteht lebensbedrohliche Verletzungsgefahr!
Prekilled: Futtertiere, die unmittelbar vor der Fütterung getötet werden und dann entweder
einfach nur in das Terra gelegt werden (kann auch über die Nacht liegen bleiben),
oder durch eine Pinzette (nicht mit der Hand!) leben simuliert werden.
Frostfutter: Gefrorenes Futter, wieder aufgetaut, empfiehlt sich auch auf über 30, idealerweise
35 – 40 Grad zu erwärmen und dann genau so wie oben beschrienen in das Terra
zu geben.
Verletzungsgefahr: Hier teilen sich die Meinungen vieler Züchter.
Nicht bestritten sind die vielen Verletzungen an Schlangen durch Ratten.
Unsere Empfehlung lautet große Vorsicht walten zu lassen, wenn große
Ratten angeboten werden. Es empfiehlt sich diese tot zu füttern.
(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

